Macht Kunst! Grußkarten mit Jackson Pollocks Dripping Technik

08 Dez Macht Kunst! Grußkarten mit Jackson Pollocks Dripping Technik

Weihnachten steht bald vor der Tür und die Adventssonntage laden zum Basteln mit Bilderbande-Kindern ein. Ich habe dafür eine großartige Idee! In meinem heutigen Post dreht sich alles um Farben und eine flinke Hand – Ihr dürft drauf los tropfen und schleudern, wie Ihr mögt. Jede Weihnachtskarte wird ein Unikat und ein besonders schmucker Weihnachtsgruß!

Ich habe unter den vielen Maltechniken bekannter Künstler eine ganz besondere für unsere Weihnachtskarten ausgesucht: die Dripping Technik (dt.: Tropf-Technik). Bekannt wurde sie durch den amerikanischen Künstler Jackson Pollock. Dieser erlernte sie von keinem Geringerem als dem Dadaisten und Surrealisten Max Ernst. Pollock beträufelte, bespritzte und begoss die auf dem Boden liegende Leinwand mit Farbe. Der Boden seines Ateliers muss fantastisch bunt gewesen sein…

Diese Form der Malerei macht unglaublich Spaß, ist unberechenbar und man kann sie mit Kindern wunderbar nachmachen. An die Pinsel, fertig, drippen!

Was Ihr dazu braucht:

  • Din-A4-Karton in weihnachtlichen Farben
    (tannengrün, dunkelrot, gold, grau)
  • Acrylfarbe in weiß, grün und rot
  • goldene und/oder silberne Wassermalfarbe
  • Schere, Kleber, Lineal, Bleistift und Pinsel
  • eine Schale Wasser
  • eine große Unterlage (Zeitungspapier oder eine Plane) und alte! Kleidung

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Teilt den Din-A4-Karton in der Mitte mit einer Schere, so dass daraus zwei Din-A5-Blätter entstehen. Ein Blatt faltet Ihr in der Mitte und habt damit schon die Grundform Eurer ersten Weihnachtskarte.

Nehmt Euch nun Lineal und Bleistift zur Hand und zeichnet einen kleine Tanne auf den grünen Karton. Am Besten zieht Ihr Euch eine senkrechte Mittellinie, an der Ihr Eure Zeichnung symmetrisch ausrichten könnt. Oder Ihr zeichnet frei Hand – das geht natürlich auch! Seid Ihr damit fertig, schneidet Ihr die Tanne aus und klebt sie mittig auf die Karte.

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Jetzt geht’s ans Drippen! Damit Euer Tisch hinterher nicht wie Pollocks Atelierboden aussieht, legt am besten eine große Plane oder viel Zeitungspapier aus – alte Kleidung wäre auch nicht schlecht. Den ein oder anderen Farbspritzer werden die Kinder schon danebenspritzen.

Taucht Euren Pinsel in die weiße Farbe, die Ihr zuvor mit etwas Wasser verdünnt habt – wenn sie langsam und in langen Bahnen vom Pinsel tropft, ist sie perfekt. Nun fangt an, den Pinsel mit etwas Abstand über der Karte hin und her zu bewegen. In langsamen Kreisen oder schnellen Bewegungen von links nach rechts – beobachtet, wie die Farbe vom Pinsel tropft, wie sie spritzt und in langen oder kurzen Tropfen auf den Karton fällt. Ihr könnt auch erst einmal auf einem anderem Blatt Papier üben und Euch ausprobieren.

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Seht Ihr, wie schön dick die Farbe auf dem Karton gelandet ist? Wie echte Schneeflocken an einem Wintertag! Legt die Karte nun zum Trocknen bei Seite. Da die Farbe sehr dick ist, wird sie einige Zeit (2-3 Stunden) brauchen, bis sie fest geworden ist. Wenn es schnell gehen soll, kann ein Fön helfen.

Ich habe noch zwei weitere Varianten gestaltet – die Dripping Technik macht so viel Spaß, dass ich gar nicht aufhören wollte. Die goldene Karte habe ich mit roter, grüner und weißer Farbe betröpfelt und bespritzt.

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Für die dritte Karte habe ich mir goldene Wassermalfarbe besorgt. Es gibt sie einzeln zu kaufen und sie schimmert wunderbar weihnachtlich. Da die Farbe wesentlich flüssiger ist als Acrylfarbe, lässt sie sich leichter spritzen. Das Tolle ist, dass die Farbtropfen und Spritzer eine ganz andere Form haben – fast wie Sternschnuppen oder Sterne.

  

Und hier seht Ihr das Ergebnis meiner Dripping-Weihnachtskarten. So etwas schenkt garantiert nicht jeder zu Weihnachten – handgemacht und vor allem eine Farbenschlacht, die mächtig Spaß macht!

Viel Spaß beim Nachmachen – lasst die Pinsel durchdrehen und teilt Eure Weihnachtskarten gerne auf unserer Bilderbande-Facebook Seite. Ich bin gespannt, was Ihr zaubert!

Christina
christina@seemanns-bilderbande.de
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